Erp Ring – Das Werkverzeichnis von Thomas Ring

Liebe Freunde der Thomas Ring-Stiftung,

wer Gelegenheit hatte, mit Thomas Ring über dessen Arbeit zu sprechen, weiß, dass die Gespräche sich fast ausschließlich um die augenblicklichen oder zukünftigen Arbeiten drehten. Was schon veröffentlicht war, wurde von ihm in Gesprächen kaum aufgegriffen. Aus diesem Grunde konnte leicht der Eindruck entstehen, dass bisher viel zu wenig von Thomas Ring gedruckt worden ist und sehr viele seiner Arbeiten unabgeschlossen oder zumindest unveröffentlicht vorliegen.

Was von Thomas Ring aus geschrieben werden musste, das wurde geschrieben, unabhängig davon, ob die Möglichkeit zu einer Veröffentlichung bestand. Allerdings hat er sich immer bemüht, Verleger für seine Arbeiten zu finden, und wenn die Möglichkeit zu einer Herausgabe gegeben war, setzte er sich gleich hin, um einen Text wenn notwendig zu ergänzen oder umzuarbeiten, damit er von ihm aus als druckreif gelten konnte. Manches änderte er zum Leidwesen der Verleger erst auf den Korrekturfahnen. Auf keinen Fall wollte er zu viel Zeit für die Korrespondenz mit Verlegern aufwenden. Das hätte er lieber anderen überlassen. „Ich habe das ja nur schreiben müssen!“, sagte er mehrmals ironisch.

Aber wurden wirklich so wenige seiner Arbeiten gedruckt, wie es den Anschein hatte? Ich ging dieser Frage nach, suchte die Titel aller erreichbaren Veröffentlichungen zusammen und merkte, es wurden mehr und mehr. In den Büchern von Ingrid Skiebe (Thomas Ring, ein Maler aus dem Umkreis des Sturm, Herzberg, 1988) und Volker Pirsich (Thomas Ring, das dichterische und bildnerische Werk, 1916-1933, Herzberg, 1987) stieß ich ebenfalls auf frühe Veröffentlichungen. Thomas Ring hatte sich viele verschollene Titel aufgeschrieben, von denen auch Max Tschudin einige bei seinen Recherchen fand. Trotzdem blieb noch viel Sucharbeit übrig, zumal ich auch das Bildnerische Werk einbeziehen wollte. Schließlich kam eine sehr lange Liste zusammen, von der ich heute keineswegs überzeugt bin, dass sie schon vollständig ist.

Diese Liste soll nun in der Stiftung die Grundlage für weitere Arbeiten bilden, aber auch für Sie und alle interessierten Institutionen zur Orientierung dienen. Die Zusammenstellung wurde so geschrieben, dass durch Schrifttypen das bildnerische vom wissenschaftlichen und literarischen Werk leicht zu unterscheiden ist. Buchveröffentlichungen sind außerdem in Fettdruck angegeben. Darüber hinaus wurde die Liste so angelegt, dass auch Wiederabdrucke solcher Arbeiten enthalten sind, von denen frühere Veröffentlichungen nur schwer zugänglich sind.

Sollte jemand von Ihnen weitere gedruckte Arbeiten von Thomas Ring finden, die hier noch fehlen, wäre ich für einen kurzen Hinweis dankbar. Unvollständig sind sicher die Texte aus der Zeit kurz vor 1933, zumal er da auch vieles unter verschiedenen Decknamen geschrieben hat. Vielleicht fehlen aber auch neuere Veröffentlichungen, und es lässt sich hier noch einiges vervollständigen.

Die Aufgliederung nach Herausgabejahren gibt aufschlußreiche Hinweise auf die verschiedenen Lebensabschnitte von Thomas Ring. Man kann sie, von den Schwerpunkten der Veröffentlichungen her, etwa folgend charakterisieren:

1916-1921 Gedichte (Veröffentlicht im „Sturm“)

1920-1928 Bilder, Ausstellungen

1921-1929 Literarisches, Wissenschaftliches (Verschiedene Verlage)

1925 Erste astrologische Buchveröffentlichung

1929-1932 Politisches gegen den Nationalsozialismus (Zeitungen)

1933-1944 Kosmobiologische Weltschau (Bücher, Lehrbriefe, Aufsätze)

1948 Kurzgeschichten (Zeitungen)

1956-1980 Revidierte Astrologische Menschenkunde (Bücher)

1958-1974 Erste Wiederveröffentlichungen (in Sammelwerken)

1961-1974 Bilder, Ausstellungen

1977 Beginn der Übersetzung Ringscher Bücher

1980-heute „Werkstattblätter der Thomas Ring-Stiftung“ mit Veröffentlichungen aus allen Arbeitsbereichen

1981-1994 Große Gemäldeausstellungen

1982-1988 Lyrik, Prosa

1985 Letztes wissenschaftliches Buch („Das Grundgefüge“)

1985-1995 Sammelwerke, Kataloge mit Arbeiten von Thomas Ring

Viele Bücher sind heute vergriffen und nur noch antiquarisch zu bekommen. Gerade aus dem Aurum-Verlag und dem Bauer-Verlag verfügt die Stiftung über einige Bücher, die gegen entsprechende Spenden abgegeben werden können. Auch die von der Stiftung herausgegebenen Schriften und in „Werkstattblättern“ veröffentlichten Beiträge sind noch erhältlich. Im Handel zu bekommen sind aber nach wie vor die „Frühen astrologischen Schriften“ von 1995, die man am besten direkt beim Astrodienstverlag beziehen kann.

Doch jetzt zur Zusammenstellung (Stand vom 1 Mai 2000, dzt. Januar 2016) im einzelnen, die fallweise erweitert wird.

Mit freundlichen Grüßen

Erp Ring