Anschauliche Verbildlichung

«Hat man begriffen, daß bei der Darstellung der Ergebnisse die Führung im bildnerischen Geist liegt, dann wird man die beliebten – weil bequemeren – vorgedruckten Formulare ablehnen. Sie lenken ab vom Erleben des Ausschnitts aus unendlichen Möglichkeiten in eine intellektuelle Feststellung nach angeblich bekanntem Muster. Dies wäre der Tod des organisch kosmologischen Denkens und endet bei der Wahrsagerei. Die richtige Aufzeichnung des Kosmogramms beginnt im leeren Zirkelkreis als Symbol unendlich vieler Individualisierungen. Von diesem Grunderlebnis soll man fortschreiten zur besonderen Artung des Einzelnen, die mit jedem eingetragenen Planeten ein Teilzentrum des gesamten Kräftepotentials schafft, mit der Tierkreis- und Häusererstellung das Verhalten und die Ausrichtung der Kräfte deutlich macht, mit den Aspekten das problematische Sinngefüge erleben läßt. Aspekte werden nur von Planet zu Planet gezeichnet, nicht zu Aszendent und Mondknoten (die nur Empfänger sind), plaktische Aspekte setzen am entsprechenden Punkt neben dem Sinnzeichen der Planeten an. Strichstärke je nach dem Grad der Exaktheit und der inhaltlichen Bedeutug eines Aspekts. Beim Aufzeichnen muß man sich auf das Wesentliche beschränken und Unwichtiges weglassen (ganzüberflüssig ist die Tierkreisbeschriftung am Rand), um das Gesamtbild in Ausdruck, Richtung und Gegenseitigkeitsbeziehungen der Kräfte proportional zutreffend zur Anschauung zu bringen.»

aus: Thomas Ring, Mein Alphabet, Romanshorn 1978

Die zugänglich gemachten Kosmogramme stammen aus dem Nachlass von Thomas Ring.

Kosmogramme